Almrausch mit Kaiserblick

Hier ticken die Uhren anders. Wenn die Natur den Tagesrhythmus vorgibt, die Luft so rein ist, wie das Wasser der Bergseen und -bäche, im Zeitlupentempo sich bewegende tiefhängende Wolken ein atemberaubendes Panorama frei setzen, die Bergkette in der Ferne näher wirkt, als das unterhalb liegende Tal, im Sommer die Kühe den ganzen lieben Tag lang das machen, was sie am besten können, sich im Winter der Jet Set zum Aprés Ski trifft, die Spezialitäten des Landes in einer urigen Almhütte noch viel besser als im Tal schmecken und der Nachthimmel abertausende Sterne zu bieten hat - dann befindet man sich inmitten der Tiroler Bergwelt. Für mich ist sie ein Paradies. Wie ich das Ursprüngliche liebe...

 

Die Tiroler Küche setzt auf alpine Heiligtümer und Produkte aus der heimischen Landwirtschaft. Heute mache ich mit meinen herzhaften Gerichten nicht nur Lust, die Almküche Tirols zu entdecken, sondern sie genussvoll zu erleben.


Hinter den Kulissen: Auf den Spuren von MEIN HOFER / Werbung

Es war diese Leidenschaft fürs Kochen. Es war aber vor allem das Auffinden eines kleinen Heftchens mit den handschriftlichen Rezeptaufzeichnungen meiner Oma, das mich zum Bloggen gebracht hat. Für meine Großmutter war Kochen pure Leidenschaft. Diese Faszination für gutes Essen und die Liebe zum Detail ist es, die mich antreibt und die ich mit Kochbegeisterte hier teilen möchte. Und dann sind es Menschen wie Sandra.  

Kaum etwas anders bestärkt mich mehr als Menschen, die durch mich die Leidenschaft am Kochen entdeckt haben. Sandra erkannte, dass in jedem von uns  - auch beim Kochen - ein kleiner Meister steckt. "Durch dich habe ich gelernt, das Kochen zu lieben", verriet mir Sandra - Inhaberin von LEOPOLD Fashion & Lifestyle - unlängst bei einem meiner letzten Einkäufe in ihrem Concept Store.
Diese Begeisterung, die ich in ihr ausgelöste habe, ist auch der Grund, warum ich nicht nur auf meinem Blog aktiv bin, sondern mein Unwesen auch für MEIN HOFER treibe. 

Eigentlich wäre es jetzt an der Zeit, in den goldenen Herbst zu tanzen. Eine luftig-flauschig, nahezu mystisch wirkende Nebeldecke legt sich über den von der Landwirtschaft gezeichneten, zur Ruhe gekommenen Boden. Die leise aber doch frische Brise schiebt die Nebelschwaden zur Seite. Im Zeitlupentempo. Die wärmenden Sonnenstrahlen kämpfen sich mit aller Kraft durch und machen sichtbar, was den Herbst zur farbenprächtigsten Jahreszeit macht. Das bereits in sanftes Gelb und Orange verfärbte Laub wirft uns goldenes Herbstlicht entgegen. Ein leiser Windhauch. Die raschelnden Blätter durchbrechen die fast schon idyllische Stille.

 

Aber dann ist da dieses Gefühl des sich nicht trennen Wollens, des nicht loslassen Wollens - loslassen von dem unsagbar herrlichen Sommer. Der Lavendelstrauch neben der Eingangstüre duftet so intensiv, wie ein ganzes Lavendelfeld in der Provence. Und dann ist da dieses Kochbuch aus dem Herzen der italienischen Küche. Es ist das Synonym für wahre Lebensfreude. Beim besten Willen kann ich mich da noch nicht trennen und Adé zum Sommer sagen. Die italienische Küche ist für mich purer Ausdruck des Sommers und die reinste Verführung. Von Morgens bis Abends. Vom Aperitif beginnend, über Antipasti und Pasta bis hin zu den süßen Dolci. Endlos gut. Wer wünscht sich da nicht sofort La Dolce Vita auf den Teller?


Männersache

Grillen ist Männersache - für mich definitiv. Nachdem ich neben dem Zusammenbau des Grillers nicht nur am Entzünden der Grillkohle, darüber hinaus auch noch am korrekten Anordnen der Grillbriketts gescheitert bin, erkannte ich ziemlich schnell, dass ohne meinem grillzangenakrobatischen Meister des Grillens nichts läuft.

 

Während der Griller startklar gemacht wurde, wilderte ich in der Küche und landete dort meinen Siegestreffer: Mein fluffig gegrilltes Fladenbrot, das auf weiche Ziegenkäsecreme trifft, hat beim diesjährigen Austria Food Blog Award in der Kategorie "Grillen & Outdoor" powered by Webergrill den 3. Stockerlplatz gewonnen. 

Guster auf´s Rezept und die Story hinter der Flade?



Vier Viertel im TAkt

Bei meiner nächsten kulinarischen Reise, die uns mit der Bahn durch die traditionellen oberösterreichischen vier Viertel führt, kommt uns der Begriff "Biedschn" unter. Wie skurril Oberösterreich sein kann...

Es ist aber auch genussreich, ebenso abwechslungsreich und gleichzeitig historisch wie traditionsreich. Aber es ist für mich vor allem eines: eine kulinarische Kindheitserinnerung - und die ist im wahrsten Sinne des Wortes zuckersüß.

Die oberösterreichische Gourmetlandschaft hat einiges zu bieten. Jede der vier Regionen hat ihre Spezialitäten. Regionalspezifische Produkte bestimmen den Geschmack, der sich aus Vielfältigkeit, Variantenreichtum und Tradition zusammensetzt.

Neben einem Amuse-Gueule, einer Topfen-Rahm-Suppe und einer Linzer Torte ist ein Knödel – der wahre Oberösterreicher – Hauptdarsteller des viergängigen Menüs der Häferlguckerin. 

Eine nicht nur musikalische Sinfonie

Eine Praline, die Salzburg prägte, wie die zarten Klänge Wolfgang Amadeus Mozarts, historische kulinarische Spuren, die bis in das 17. und 18. Jahrhundert zurückreichen, Getränke mit bayrischem Einfluss, Knödelliebhaber, neben "Jedermann"-Spielstätte, eine pulsierende Jazz Metropole und weit aus mehr als nur ein Hauch von Nichts - all das ist Salzburg.  

 

Man sagt der Salzburger Küche nach, dass sie gleichermaßen reichhaltig wie bodenständig ist. In Salzburg trifft sich Tradition mit Moderne. Besonders 

die gesunde Mischung aus Regionalität und kreativen Einflüssen aus der internationalen Küche zeichnen die vielfältige Kulinarik aus. Und sorgt dafür, dass Salzburg wahrlich jeden Geschmack trifft. Herzhaft-bäuerlich-ländlich, einfach bodenständig ist die heutige Menükomposition.

 


Die Hochbeetliebelei: Aus der Erde auf den Tisch

Vor allem in mediterranen Regionen wie Italien und Spanien hat sie Kultur: die Salzkruste als besonders schonende Garform von Fisch oder Geflügel. Aber nicht nur dafür eignet sie sich perfekt. Auch Wurzelgemüse, wie etwa Rote Rüben, geben eine unwiderstehliche Figur im Salzkleid ab. 

Unser Hochbeet ist voll damit. Jahr für Jahr übertreiben wir es mit den kleinen Setzlingen und wundern uns immer wieder erneut über die wundersame Vermehrung. Mein Schatz liebt sie - in jeder Form. Ich nicht.

 

Heute gönne ich den hübschen Roten Rüben aus eigenem Anbau eine hermetisch abgeschlossene Kruste aus Meersalz, wodurch die Hitze während des Garvorganges nur indirekt auf die Rüben einwirkt. Kein Saft entweicht, das volle Aroma bleibt erhalten und  die Rüben werden butterweich. Damit werden die Rüben, denen ich sonst nicht viel abgewinnen kann, nicht nur zum genussvollen Hauptdarsteller, sondern zu einer wahren Liebelei - auch für mich.   


Purer Knabberspass

Da stehen sie, die Grissinistangerln. Wie Zinnsoldaten präsentieren sie sich.

Manche größer, manche etwas kürzer.

Einige rundlicher, der Rest gertenschlank.

Spitzfindig durch und durch.

Vielleicht sind auch einige krumm geratene dabei.

Im Geschmack sind sie allerdings alle ident und gleichsam makellos.

Für Parties präsentieren sie sich als optimaler Knabberspaß - ob mit Prosciutto umwickelt oder pur in ihrem vollen Aroma.

Und ein Hingucker sind sie sowieso. In dem nostalgisch-schönen Solettidoserl geben sie eine gute Figur ab - richtig zum Anbeißen.

 

Findet im Beitrag Rezepte für Speck-Käse-Stangerl und Grissini - als idealer Snack für den kleinen Hunger oder einfach so für Zwischendurch.

 


Das Spiel mit den Eiern

Die jährliche Eierproduktion in Österreich soll bei rund 1,8 Milliarden Stück liegen. Sechs Millionen Hennen sorgen dafür, dass Herr und Frau Österreicher im Jahr durchschnittlich 235 Eier essen können. In Österreich werden alleine rund um Ostern an die 70 Millionen Eier verspeist. 20 Millionen davon werden gefärbt - las ich erst unlängst. Das ist eine Menge, dachte ich. 

 

Wohin mit all diesen Eiern? Obwohl sie neben den Schoko-Osterhasen zum beliebtesten Nest-Inhalt zählen, können doch gar nicht so viele Nester versteckt werden. Und kaum sind die Osterfeiertage vorbei, schwindet auch die Lust am Verzehr der bunten hartgekochten Eier. Und dann fristen sie oft ein langes Dasein im Kühlschrank, bis sie irgendwann entsorgt werden. Und das nur weil es oft an Ideen der kulinarischen Verwertung mangelt. 

 

Heute gibt es eine klassische und eine clevere Variante für die Resteverwertung nach Ostern


Unter Freunden

Nicht selten endet ein anfänglich triviales Plauscherl bei einem Achterl Wein. Oder zwei. Aber eben gerade das macht das Burgenland so charmant und chillig.

Das Burgenland polarisiert. Weil es cool ist und trendy, gleichzeitig still und ganz leise. Und ebenso eigen, aber nie artig. Ein Paradies für Genusswandler.

 

 

Die Häferlguckerin zeigt, wie pannonische Küche sein kann: differenziert, abwechslungsreich, multikulturell, klassisch mit individuellen Eigenheiten...

Ein Augenblick Vergangenheit

Was so ein kleines Büchlein, das in einer Schublade zwischen all dem Umzugskram vor mittlerweile ein wenig über vier Jahren zum Vorschein kam, auslösen kann...

 

Ein kurzer und zugleich einprägsamer Augenblick, der mich ein Stück in die Kindheit zurück holte, mich auf eine spannende Reise führte und vielmehr meine gesamte Küche auf den Kopf stellte.

 

Heute weiß ich, dass das Auffinden dieses kleinen Heftchens, in dem so viel Tradition und Leidenschaft steckt, erst der Anfang einer besonderen Geschichte ist.

 

Viele kulinarische Entdeckungsreisen später, feiert mein Kochblog Häferlguckerin zu Silvester den dritten Geburtstag. Die Reise geht weiter - wohin, weiß ich selber noch nicht.

Im nachfolgenden Beitrag erfährt ihr, wie alles begann...


Liebesgeflüster über eine Nudel

Liebe geht durch den Magen – sagt man. In Kärnten ist das anders. Dort entscheidet die Kunst der Kärntner-Nudel-Fertigung über die Liebe.

Was grotesk erscheint, legt eine alte Weisheit auf den Tisch: „A Madl, des net

krendeln kann, des kriagt kann Monn.“

 

Die Kärntner Küche vereint sich mit zwei weiteren Kulturkreisen zu einem kunterbunten kulinarischen Reigen. Die genussreiche Vielfalt des Alpen-Adria Raums lässt viele Herzen höher schlagen. Traditionell, bodenständig und abwechslungsreich greife ich heute zum Kochlöffel und präsentiere drei Kärntner Schmankerl: Sasaka, Kärntner Kasnudel und einen Kärntner Reindling.