Vier Viertel im TAkt

Bei meiner nächsten kulinarischen Reise, die uns mit der Bahn durch die traditionellen oberösterreichischen vier Viertel führt, kommt uns der Begriff "Biedschn" unter. Wie skurril Oberösterreich sein kann...

Es ist aber auch genussreich, ebenso abwechslungsreich und gleichzeitig historisch wie traditionsreich. Aber es ist für mich vor allem eines: eine kulinarische Kindheitserinnerung - und die ist im wahrsten Sinne des Wortes zuckersüß.

Die oberösterreichische Gourmetlandschaft hat einiges zu bieten. Jede der vier Regionen hat ihre Spezialitäten. Regionalspezifische Produkte bestimmen den Geschmack, der sich aus Vielfältigkeit, Variantenreichtum und Tradition zusammensetzt.

Neben einem Amuse-Gueule, einer Topfen-Rahm-Suppe und einer Linzer Torte ist ein Knödel – der wahre Oberösterreicher – Hauptdarsteller des viergängigen Menüs der Häferlguckerin. 

Eine nicht nur musikalische Sinfonie

Eine Praline, die Salzburg prägte, wie die zarten Klänge Wolfgang Amadeus Mozarts, historische kulinarische Spuren, die bis in das 17. und 18. Jahrhundert zurückreichen, Getränke mit bayrischem Einfluss, Knödelliebhaber, neben "Jedermann"-Spielstätte, eine pulsierende Jazz Metropole und weit aus mehr als nur ein Hauch von Nichts - all das ist Salzburg.  

 

Man sagt der Salzburger Küche nach, dass sie gleichermaßen reichhaltig wie bodenständig ist. In Salzburg trifft sich Tradition mit Moderne. Besonders 

die gesunde Mischung aus Regionalität und kreativen Einflüssen aus der internationalen Küche zeichnen die vielfältige Kulinarik aus. Und sorgt dafür, dass Salzburg wahrlich jeden Geschmack trifft. Herzhaft-bäuerlich-ländlich, einfach bodenständig ist die heutige Menükomposition.

 


Die Hochbeetliebelei: Aus der Erde auf den Tisch

Vor allem in mediterranen Regionen wie Italien und Spanien hat sie Kultur: die Salzkruste als besonders schonende Garform von Fisch oder Geflügel. Aber nicht nur dafür eignet sie sich perfekt. Auch Wurzelgemüse, wie etwa Rote Rüben, geben eine unwiderstehliche Figur im Salzkleid ab. 

Unser Hochbeet ist voll damit. Jahr für Jahr übertreiben wir es mit den kleinen Setzlingen und wundern uns immer wieder erneut über die wundersame Vermehrung. Mein Schatz liebt sie - in jeder Form. Ich nicht.

 

Heute gönne ich den hübschen Roten Rüben aus eigenem Anbau eine hermetisch abgeschlossene Kruste aus Meersalz, wodurch die Hitze während des Garvorganges nur indirekt auf die Rüben einwirkt. Kein Saft entweicht, das volle Aroma bleibt erhalten und  die Rüben werden butterweich. Damit werden die Rüben, denen ich sonst nicht viel abgewinnen kann, nicht nur zum genussvollen Hauptdarsteller, sondern zu einer wahren Liebelei - auch für mich.   


Purer Knabberspass

Da stehen sie, die Grissinistangerln. Wie Zinnsoldaten präsentieren sie sich.

Manche größer, manche etwas kürzer.

Einige rundlicher, der Rest gertenschlank.

Spitzfindig durch und durch.

Vielleicht sind auch einige krumm geratene dabei.

Im Geschmack sind sie allerdings alle ident und gleichsam makellos.

Für Parties präsentieren sie sich als optimaler Knabberspaß - ob mit Prosciutto umwickelt oder pur in ihrem vollen Aroma.

Und ein Hingucker sind sie sowieso. In dem nostalgisch-schönen Solettidoserl geben sie eine gute Figur ab - richtig zum Anbeißen.

 

Findet im Beitrag Rezepte für Speck-Käse-Stangerl und Grissini - als idealer Snack für den kleinen Hunger oder einfach so für Zwischendurch.

 


Das Spiel mit den Eiern

Die jährliche Eierproduktion in Österreich soll bei rund 1,8 Milliarden Stück liegen. Sechs Millionen Hennen sorgen dafür, dass Herr und Frau Österreicher im Jahr durchschnittlich 235 Eier essen können. In Österreich werden alleine rund um Ostern an die 70 Millionen Eier verspeist. 20 Millionen davon werden gefärbt - las ich erst unlängst. Das ist eine Menge, dachte ich. 

 

Wohin mit all diesen Eiern? Obwohl sie neben den Schoko-Osterhasen zum beliebtesten Nest-Inhalt zählen, können doch gar nicht so viele Nester versteckt werden. Und kaum sind die Osterfeiertage vorbei, schwindet auch die Lust am Verzehr der bunten hartgekochten Eier. Und dann fristen sie oft ein langes Dasein im Kühlschrank, bis sie irgendwann entsorgt werden. Und das nur weil es oft an Ideen der kulinarischen Verwertung mangelt. 

 

Heute gibt es eine klassische und eine clevere Variante für die Resteverwertung nach Ostern


Unter Freunden

Nicht selten endet ein anfänglich triviales Plauscherl bei einem Achterl Wein. Oder zwei. Aber eben gerade das macht das Burgenland so charmant und chillig.

Das Burgenland polarisiert. Weil es cool ist und trendy, gleichzeitig still und ganz leise. Und ebenso eigen, aber nie artig. Ein Paradies für Genusswandler.

 

 

Die Häferlguckerin zeigt, wie pannonische Küche sein kann: differenziert, abwechslungsreich, multikulturell, klassisch mit individuellen Eigenheiten...

Ein Augenblick Vergangenheit

Was so ein kleines Büchlein, das in einer Schublade zwischen all dem Umzugskram vor mittlerweile ein wenig über vier Jahren zum Vorschein kam, auslösen kann...

 

Ein kurzer und zugleich einprägsamer Augenblick, der mich ein Stück in die Kindheit zurück holte, mich auf eine spannende Reise führte und vielmehr meine gesamte Küche auf den Kopf stellte.

 

Heute weiß ich, dass das Auffinden dieses kleinen Heftchens, in dem so viel Tradition und Leidenschaft steckt, erst der Anfang einer besonderen Geschichte ist.

 

Viele kulinarische Entdeckungsreisen später, feiert mein Kochblog Häferlguckerin zu Silvester den dritten Geburtstag. Die Reise geht weiter - wohin, weiß ich selber noch nicht.

Im nachfolgenden Beitrag erfährt ihr, wie alles begann...


Liebesgeflüster über eine Nudel

Liebe geht durch den Magen – sagt man. In Kärnten ist das anders. Dort entscheidet die Kunst der Kärntner-Nudel-Fertigung über die Liebe.

Was grotesk erscheint, legt eine alte Weisheit auf den Tisch: „A Madl, des net

krendeln kann, des kriagt kann Monn.“

 

Die Kärntner Küche vereint sich mit zwei weiteren Kulturkreisen zu einem kunterbunten kulinarischen Reigen. Die genussreiche Vielfalt des Alpen-Adria Raums lässt viele Herzen höher schlagen. Traditionell, bodenständig und abwechslungsreich greife ich heute zum Kochlöffel und präsentiere drei Kärntner Schmankerl: Sasaka, Kärntner Kasnudel und einen Kärntner Reindling.