Ein echter Wiener

In Wien verbergen sich echte Schätze, denen es an Variantenreichtum - UND Sprüchen - keineswegs mangelt. Genießen wir doch besonders in Wien einen Mix aus Kultur, Geschichte, Anekdoten und kulinarischen Köstlichkeiten.

 

Fern des Proletariats, sozialrealistischer Darstellung krasser Gegensätze von Bürgertum, Arbeiterfamilien, Intellektuellen und der Verbalattacken des Sackbauer-Patriarchen "Mundl" rücken wir heute einen echten zuckersüßen Wiener Protagonisten ins Zentrum.  

 


Ein Streifzug durch das kulinarische Wien

 

In Wien angekommen, wird es einem nicht leicht gemacht. Kulinarisch.

Während sich die Stadt von ihrer genussvollen Seite präsentiert, haben wir die Qual der Wahl. Die kulinarischen Facetten sind nahezu grenzenlos. Bekannt für die süße Küche, die Kaffeehauskultur und die Heurigen, erleben Genießer in Wien einen Mix aus Kultur, Geschichte, Anekdoten und kulinarischen Köstlichkeiten. Und zwar für jeden Geschmack, für den kleinen wie den großen Hunger, zu jeder Uhrzeit, für jede Brieftasche, aus allen Herren Ländern der Welt.

 

Freunde der Haute Cuisine finden ihr Glück in Haubenlokalen, wo internationale Starköche ihre Kochlöffel schwingen und anspruchsvolle Gaumen erfreuen und nebenbei Sommeliers das richtige Tröpferl Wein zu jedem Gang servieren.

 

Wer gut essen, auf den Schnickschnack in Luxusrestaurants jedoch lieber verzichten will, dem manifestiert sich in Wiener Beiseln die Wiener Institutions-Szene. Abseits von Hauben und Sternen entdecken Genusswandler auf dem Streifzug durch die Wiener Grätzelszene die schmackhaften, modernen und neuen Seiten der Wiener Küche  – geschmackliche Überraschungen in lässig-gemütlichem Ambiente inklusive.

 

Die wahrlich gesamte kulinarische Welt zu Füßen liegt einem am Wiener Naschmarkt. Dort, wo man das ganze Jahr Trüffel, frische Scampi, Schweizer Käse, herrlich duftende Gartenkräuter, exotische Früchte sowie Sauerkraut und noch vieles mehr kaufen kann, trifft man gleich direkt neben den Marktstandeln auf traditionsreiche, wie hippe Lokale mit internationalen Küchenschwerpunkten sowie heimischer Hausmannskost.

 

Wer spätabends am Weg in´s Szenelokal oder in eine der unzähligen Bars noch Heißhunger auf einen schnellen Imbiss verspürt, macht einen Abstecher auf eine Eitrige mit Buckel zum Würstelstand, wo man gekonnt auf die Frage „süß“ oder „scharf“ kontern muss, oder die Käsekrainer bleibt ziemlich verloren am Pappendeckelteller liegen – so variantenreich isst Wien.


Zuckersüß auf Wienerisch: Apfelstrudel nach Oma's Art neu interpretiert

 

Apfelstrudel in Strudelform war gestern. Apfelstrudel als Hingucker für jede Party bzw. auf jedem Jausentisch ist heute. Dafür wird die klassische Apfelstrudelfüllung (mit oder ohne Rosinen) einfach in kleine Teigsäckchen eingepackt und in Muffinformen gebacken.

 

Zutaten für 12 Apfelstrudelsackerl

Zubereitungszeit: 40 Minuten + 15 Minuten Backzeit

Für Hobbyköche

 

1 Packung Filo-/Yufkateig (es können auch gezogene Strudelteigblätter verwendet werden, Filoteigblätter sind allerdings für diese Apfelstrudelvariante leichter in ihrer Handhabung)

150 g Butter

80 g Semmelbrösel

2-3 säuerliche Äpfel (je nach Größe)

1 Zitrone

50 g Zucker

1 Pkt. Vanillezucker

1 TL gemahlener Zimt (kann auch weggelassen werden)

1 Handvoll Nüsse (Haselnüsse, Walnüsse) - grob gehackt

3 EL Butterflocken

Butter zum Bestreichen

Staubzucker zum Bestreuen

zusätzlich: Muffinformen

 

So funktioniert´s

150 g Butter in einer Pfanne zerlassen, Semmelbrösel darin hellbraun anrösten lassen, dabei öfters umrühren, damit sie nicht anbrennen.

Äpfel schälen, entkernen, in dünne Scheiben schneiden, in eine Schüssel geben und mit Zitronensaft beträufeln. Mit Zimt, Zucker, Vanillezucker und den grob gehackten Nüssen vermengen.

 

Backrohr auf 160 °C Umluft vorheizen.

Die Teigblätter aus der Packung nehmen, entfalten, einmal waagrecht und senkrecht teilen, sodass quadratische Stücke entstehen.

Teigblätter mit etwas zerlassener Butter bestreichen. Je drei Quadrate etwas versetzt zusammen setzen und vorsichtig in die Mulde der Muffinformen einlegen. Die Teigecken über hängen lassen.

 

Nun die Brösel mit der Apfelmischung vermengen, die Strudelsäckchen damit füllen und mit Butterflocken bestreuen. Die überhängenden Teigecken vorsichtig hochziehen, zu einem Säckchen formen und mittig ein wenig zusammendrücken. Mit zerlassener Butter bepinseln.

Im Backrohr ca. 15 Minuten goldbraun backen. Etwas überkühlen lassen, aus den Muffinformen lösen, mit Staubzucker bestreut und entweder noch heiß oder kalt genießen.

 

Lust auf ein komplettes Wiener Menü?

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