Frühlingsduft liegt in der Luft

Katapultieren wir uns raus aus der Komfortzone, raus aus dem Homeoffice, raus aus dem Joggeroutfit, rein in chice Ausgehklamotten, tun wir ein bissi Unvernünftiges - etwas, was die letzten zwei Jahre aufgrund von "eh schon wissen", gar nicht erst möglich war, brezeln wir uns auf - auch wenn es ja eigentlich eh um nix geht, schmeißen wir uns ins Getümmel auf die Tanzfläche, schütteln wir wildfremden Leuten die Hand - einfach so, weil es ja eigentlich ganz normal ist, führen wir endlich das aus, wofür wir die vergangenen beiden Jahre die Kreditkarte glühen haben lassen, weil wir so viel komplett sinnloses Zeugs bestellt haben, weil wir ohnedies nirgends hingegangen sind, wo man all diese Fetzen braucht. Lassen wir es wieder zu, den Tag selbst zu bestimmen. 

Werden wir denn überhaupt in der Lage sein, so viel Freiraum so urplötzlich hinzunehmen? Wie wird es sich anfühlen, wird es uns gefallen?

 

Bis wir raus gefunden haben, ob wir mit der neuen Situation mithalten können, fangen wir mal ganz bodenständig mit einer fruchtig-bunten Salatplatte, einem Flammkuchen aus regionalen Zutaten an und arbeiten uns dann durch Topfen-Ricotta-Holunder-Nockerl auf Erdbeerspiegel - Frühlingsduft liegt in der Luft!


Karamellisierter Radicchio mit fruchtigem Topping und Feta 

 

Gebratener, karamellisierter Radicchio trifft auf Orangenfilets, Granatapfelkerne, Feta mit gehackten Pistazienkernen und Walnüssen. Beträufelt mit einem fruchtigen Dressing aus Apfelessig und Orangensaft entpuppt sich dieser Augenschmaus als eine perfekte süß-fruchtige Vorspeisenkombination.

 

Zutaten für 4 Portionen

Zubereitungszeit: 45 Minuten

Für Hobbyköche

 

1 Radicchio

8 EL Olivenöl

1-2 Bioorangen

1 Granatapfel (8 EL Granatapfelkerne werden benötigt)

100 g Feta

8 Hälften Walnusskerne

2 EL Pistazienkerne

4 EL Apfelessig

2 TL Honig

Meersalz und Pfeffer aus der Mühle 

  

So funktioniert´s

Radicchio halbieren und in Spalten schneiden – den Strunk belassen, sodass die Radicchiospalten in seiner Form bleiben.

Die Schale der Orange mit einem scharfen Messer inkl. weißer Haut entfernen. Mit dem scharfen Messer entlang den weißen Häutchen Filets herausschneiden, den Saft auffangen.

Granatapfel einschneiden, oberen Deckel entfernen, Granatapfel mit beiden Händen verdrehen, so dass er in Spalten zerfällt, nun können die Kerne problemlos herausgenommen werden.

Walnuss- und Pistazienkerne grob hacken.

 

Vier Esslöffel Olivenöl in einer beschichteten Pfanne erwärmen, Radicchio hineingeben und ca. 2 Minuten anbraten. Mit Honig beträufeln und den Radicchio karamellisieren lassen.

 

Für das Dressing Apfelessig, Olivenöl, den aufgefangenen Orangensaft mit Honig und einer Prise Salz verrühren.

 

Den gebratenen Radicchio auf zwei Teller aufteilen, die Orangenfilets darauf verteilen, Feta darüber bröseln, Granatapfelkerne darüber verteilen mit den gehackten Nüssen garnieren, mit Dressing beträufeln und Pfeffer abschmecken.


Elsässer Flammkuchen  auf regional

 

Oh mon dieux – einmal Flammkuchen, immer Flammkuchen. Ich liebe diese köstliche herzhaft-krosse Knusperflade. Aber nicht deswegen, weil Flammkuchen die französische Antwort auf Pizza ist. Sondern weil man sich in relativ wenigen Schritten, mit wenigen, aber guten und vor allem regionalen Zutaten, etwas Leckeres auf den Teller bzw. auf´s Brettl zaubern kann. Bist du Liebhaber:in der französischen Küche, dann kommst du um Flammkuchen nicht herum. Um genau zu sein, ist ja Flammkuchen eine Spezialität aus dem Elsass. 

 

Zutaten für 4 Portionen

Zubereitungszeit: 30 Minuten + Backzeit

Für Hobbyköche

 

Für den Teig

220 g Weizenmehl glatt

3 EL Olivenöl

100 ml lauwarmes Wasser

½ TL Meersalz aus der Mühle

 

Für den Belag

250 g Crème fraîche natur

100 g Bauchspeck im ganzen

1 rote Zwiebel

Meersalz und Pfeffer aus der Mühle

Muskatnuss

Petersilienblätter zum Garnieren

 

So funktioniert´s

Alle Zutaten für den Teig gründlich miteinander verkneten, bis ein glatter, geschmeidiger Teig entsteht. Ist der Teig zu klebrig, etwas Mehl hinzufügen, ist der Teig zu trocken, etwas Wasser hinzufügen. Den Teig zu einer glatten Kugel formen und ca. 30 Minuten ruhen lassen. Den Teig in vier gleichgroße Teile teilen, Kugeln formen und nochmals 20 Minuten rasten lassen. Für Extra-Geschmeidigkeit beim Ausrollen, die Teigkugeln mit Öl einpinseln.

 

Backrohr auf 220°C Ober- / Unterhitze vorheizen. Auch das Backblech vorheizen. Habt ihr einen Pizzastein, dann diesen verwenden und gut vorheizen, dann wird der Flammkuchen besonders knusprig, nahezu wie aus dem Holzofen.

 

Den Speck in kleine Würfel schneiden.

Crème fraîche mit Salz, Pfeffer und frisch geriebener Muskatnuss glatt verrühren.

Zwiebel putzen, halbieren und in feine dünne Ringe schneiden.

 

Eine Portionsmenge Teig auf einer mit Mehl bestäubten Arbeitsfläche mit einem Nudelholz dünn ausrollen bzw. mit den Händen ausziehen.

Das allerwichtigste beim Flammkuchen ist: den Teig absolut dünn ausrollen, so wie es sich für einen Flammkuchen eben gehört. Genau das ist es auch, was den Flammkuchen auszeichnet.

Kleiner Tipp: wenn du den Teig gleich auf einem Backpapier ausrollst, kannst du die Flade dann ganz einfach mit einer Pizzaschaufel auf das Backblech bzw. den Pizzastein verfrachten.

Den Fladen dünn mit Crème fraîche bestreichen.

Die Speckwürfel und die Zwiebelringe darüber verteilen.

 

Im Backrohr für ca. 7 Minuten backen, bis die Teigränder eine goldbraune Farbe annehmen. Herausnehmen, mit gehackten Petersilienblätter garnieren und noch heiß genießen.


Topfen-Ricotta-Holunder-Nockerl auf Erdbeerspiegel

 

Topfen ist variantenreich und vielseitig einsetzbar. In der Küche ist er ein Multitalent. Heute ist er Hauptdarsteller für unser frisch-fruchtiges Dessert mit einer leichten Basilikumbrise.

 

Zutaten für 4 Portionen

Zubereitungszeit: 30 Minuten + Kühlzeit

Für Hobbyköche

 

250 g Magertopfen

2 EL Ricotta

200 g Schlagobers

30 g Feinkristallzucker

1/16 l Holunderblütensirup

1 Biozitrone

5 Basilikumblätter

4 Blatt Gelatine

 

Für den Fruchtspiegel

250 g Erdbeeren

Staubzucker nach Geschmack

Beeren zur Garnierung

3 cl Crème de Cassis

 

So funktioniert´s

Gelatineblätter in kaltem Wasser für mindestens 5 Minuten einweichen.

 

Schlagobers nahezu steif schlagen.

Mit dem Handmixer Topfen, Ricotta mit Kristallzucker und 2 EL Zitronensaft sowie etwas abgeriebene Zitronenschale in einer Rührschüssel glatt rühren.

 

Gelatineblätter fest ausdrücken und in einem kleinen Topf bei mittlerer Hitze schmelzen lassen. Den Holundersaft unterrühren und fest verrühren. Nun die Flüssigkeit unter laufendem Mixer in die Topfen-Ricottamasse einfließen lassen und kräftig verrühren. Schlagobers und die fein geschnittenen Basilikumblätter unter die Masse heben. Die Masse nun für ein paar Stunden kalt stellen, so dass sie ordentlich anzieht.

 

Für den Fruchtspiegel die Erdbeeren waschen, putzen und mit dem Pürierstab fein pürieren. Mit Staubzucker nach Bedarf süßen und mit dem Likör abschmecken.

 

Fruchtspiegel auf einen Teller anrichten. Zwei Esslöffel in heißes Wasser tauchen und damit von der Topfenmasse Nocken abstechen und auf den Fruchtspiegel setzen. Mit Beeren garnieren.

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