Ein Potpourri der guten Laune

Eigentlich wäre es jetzt an der Zeit, in den goldenen Herbst zu tanzen. Eine luftig-flauschig, nahezu mystisch wirkende Nebeldecke legt sich über den von der Landwirtschaft gezeichneten, zur Ruhe gekommenen Boden. Die leise aber doch frische Brise schiebt die Nebelschwaden zur Seite. Im Zeitlupentempo. Die wärmenden Sonnenstrahlen kämpfen sich mit aller Kraft durch und machen sichtbar, was den Herbst zur farbenprächtigsten Jahreszeit macht. Das bereits in sanftes Gelb und Orange verfärbte Laub wirft uns goldenes Herbstlicht entgegen. Ein leiser Windhauch. Die raschelnden Blätter durchbrechen die fast schon idyllische Stille.

 

Aber dann ist da dieses Gefühl des sich nicht trennen Wollens, des nicht loslassen Wollens - loslassen von dem unsagbar herrlichen Sommer. Der Lavendelstrauch neben der Eingangstüre duftet so intensiv, wie ein ganzes Lavendelfeld in der Provence. Und dann ist da dieses Kochbuch aus dem Herzen der italienischen Küche. Es ist das Synonym für wahre Lebensfreude. Beim besten Willen kann ich mich da noch nicht trennen und Adé zum Sommer sagen. Die italienische Küche ist für mich purer Ausdruck des Sommers und die reinste Verführung. Von Morgens bis Abends. Vom Aperitif beginnend, über Antipasti und Pasta bis hin zu den süßen Dolci. Endlos gut. Wer wünscht sich da nicht sofort La Dolce Vita auf den Teller?


Sonnenschein on the rocks

 

Ein Mix aus Lillet blanc, Orangenlikör, Orangenzesten und einem Spritzer Aperol auf Eis macht einen spritzig-frischen Aperitif.  

 

Zutaten für 2 Gläser 

 

Zubereitungszeit: 10 Minuten 

Für Hobbyköche

 

1 Bio-Orange

100 ml Lillet blanc

20 ml Orangenlikör

1 Spritzer Aperol

Minzeblätter

 

So funktioniert´s 

Orange heiß waschen, trocken tupfen und mit einem Zestenreißer, einige dünne Zestenstreifen abschälen. 

Lillet, Orangenlikör und Aperol gemeinsam mit Eiswüfeln im Shaker kurz shaken. 

Den Aperitif mit Eis auf zwei Gläser aufteilen. Mit Orangenzesten und Minzeblätter dekorieren und servieren. 


Ricotta Gnocchi auf genialer Tomatensauce

 

Seit längerer Zeit habe ich wieder in einem Jamie Oliver Kochbuch gestöbert, bei diesem Rezept kam ich nicht vorbei, das musste ich ausprobieren. Und er hat recht - mit dieser genialen Tomatensauce - sie ist wirklich genial. Ich habe selten so eine gute Tomatensauce gegessen. Kräftig im Geschmack und in der Farbe. Die Kirschtomaten aus der Dose können auch durch frische Paradeiser ersetzt werden. 

 

Zutaten für 4 Personen

 

Zubereitungszeit: 90 Minuten 

Für Hobbyköche

 

Für die geniale Tomatensauce

2 Knoblauchzehen

1 frische rote Chilischote

2 Dosen Kirschtomaten

1 Bund Basilikum

Olivenöl

Meersalz und Pfeffer aus der Mühle

 

Für die Gnocchi

500 g Ricotta

500 g Hartweizengrieß

50 g Parmesan

2 Händevoll Brokkoliröschen

Muskatnuss

Meersalz und Pfeffer aus der Mühle

 

Parmesan für´s Gratinieren

 

So funktioniert´s 

Für die geniale Tomatensauce den Knoblauch schälen und in dünne Scheiben schneiden.

Chili halbieren und die Samen entfernen, in feine Ringe schneiden. 

Basilikum abbrausen und Blätter abzupfen. 

Etwas Olivenöl in einem Topf erwärmen und den Knoblauch darin anbraten bis er Farbe annimmt.

Die Kirschtomaten hinzufügen, aufkochen und 15 Minuten köcheln lassen. 

Mit Meersalz und schwarzem Pfeffer abschmecken. 

 

Für die Gnocchi Parmesan reiben.

Den Ricotta mit dem geriebenen Parmesan in einer Schüssel vermischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. 

Den Grieß auf einem Backblech oder auf einer Arbeitsfläche verteilen. 

Aus der Ricottamasse kleine Knödel formen und im Grieß wälzen, bis sie rundherum gut bedeckt sind. 

Die Gnocchi für 8 Stunden kalt stellen. Währenddessen ab und zu im Grieß erneut wälzen. 

Die Gnocchi nun in kochendem Salzwasser für 3 Minuten garen. 

Die Brokkoliröschen ebenfalls in kochendem Salzwasser kurz garen. 

 

Die Tomatensauce in einer Auflaufform verteilen, die Gnocchi daraufsetzen, die Brokkoliröschen darin verteilen, mit geriebenem Parmesan bestreuen und unter dem Grillrost goldbraun gratinieren. 


La Dolce Vita im Glas: Limoncello Tiramisu

 

Im Jamie Oliver Kochbuch geblättert, entdeckte ich nach dem Hauptgang auch dieses Gustostückerl, das ich ein wenig abgewandelt habe. Es ist nicht nur eine Liebelei, es ist eine Liebeserklärung an Italien. Bei diesem Dessert gerät man ins Träumen und mit jedem Bissen dieser süßen Sünde steigt das Fernweh nach einer Reise nach Italien. 

 

Zutaten für 4 Personen

 

Zubereitungszeit: 60 Minuten + Kühlzeit

Für Hobbyköche

 

1 Bio-Orange

100 ml Limoncello

2 EL Honig

100 g Löffelbiskuits bzw. Biskotten

100 ml kalter Espresso

250 g Mascarpone

2 EL cremiges Joghurt

1/2 TL Vanillepaste

 

50 g weiße Schokolade für die Garnitur (im Kühlschrank gekühlt) 

Olivenöl

  

So funktioniert´s 

Die Orange heiß abwaschen und abtrocknen. Mit einem Spargelschäler die Schale dünn in Streifen abziehen und in einen kleinen Topf geben. Die Orange auspressen und den Saft zu den Orangenschalen geben. 50 ml Limoncello und 1 EL Honig hinzufügen. Bei mittlerer Hitze köcheln lassen, bis ein dickflüssiger Sirup entsteht. 

 

Den Boden einer Schüssel oder von Dessertgläsern mit Löffelbiskuit bzw. Biskotten auslegen. 

Den Espresso mit 50 ml Limoncello vermischen und die Hälfte davon über das Biskuit träufeln.

Mascarpone, Joghurt, Vanillepaste und 1 EL Honig miteinander glattrühren. 

Die Hälfte der Masse nun über das Biskuit verteilen.

Nun den Rest der Biskotten bzw. des Löffelbiskuits in die Gläser schlichten und mit dem restlichen Limoncello-Kaffee-Gemisch beträufeln. 

Die zweite Hälfte der Mascarponemasse darüber löffeln.

 

Die Orangenschalen sowie den Sirup auf die Gläser verteilen und mit etwas Olivenöl beträufeln. Zugedeckt für mindestens 4 Stunden bzw. über Nacht kühl stellen. 

Vor dem Servieren die weiße Schokolade hobeln und über das Tiramisu verteilen. 

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