Eine Story, drei Gerichte, ein Problem

Eine Story, drei Gerichte, ein Problem: ein typisch burgenländisches Dessert will nicht so recht klappen.

Die nächste kulinarische Reise durch Österreich steht an. Nächster Halt: das Burgenland. Die Story ist bereits geschrieben, die Vorspeise, das Hauptgericht längst zubereitet, abfotografiert und verzehrt. Nur das Dessert will und will einfach nicht sein. Es braucht mehrere Anläufe. Nicht zwei, sondern gleich drei. Burgenländer Kipferl sollten es werden. Das Ergebnis - alles andere als ein Kipferl. Für's Hochglanzmagazin nicht brauchbar. Schmackhaft, aber nicht herzeigbar. 

 

So schön manches oft aussieht, so makellos, zum Anbeißen gut, als würde der Duft des Gerichtes wahrlich durch den Bildschirm direkt  in die Nase steigen, so chaotisch geht´s oft in der Küche zu. 

 

Fauxpas passieren. Auch mir. Was auf den Bildern nicht so aussieht, sieht hinter den Kulissen ganz anders aus. Das ist menschlich. Köchinnen und Köchen der Haute Cuisine passieren Fehler, warum also nicht mir als Hobbyköchin auch?


Burgenländer Kipferl

 

Burgenländer Kipferl sind ein zartes Gebäck aus kaltem Germteig und eine traditionelle, sehr beliebte burgenländische Mehlspeisenspezialität. Zart ist das Gebäck auch geworden, geschmacklich war es einwandfrei, nur optisch war es tatsächlich kein Highlight. Als Kipferl nicht zu erkennen.

Obwohl mir diese Mehlspeise nicht gelungen ist, sie geschmacklich jedoch sehr fein ist, möchte ich euch das Rezept nicht vorenthalten. Vielleicht klappt es bei euch und es werden die schönsten Kipferl, wie beim Konditor.

 

Was bei der Burgenlandstory dann als Dessert auf den Teller kommt, das lest ihr in der nächsten railaxed Ausgabe zum Frühlingsauftakt und natürlich hier in einer meiner nächsten Beiträge. 

 

Zutaten für 20 Burgenländer Kipferl

 

Zubereitungszeit: 30 Minuten + 30 Minuten Kühlzeit + 20 Minuten Backzeit

Für Hobbyköche

 

195 g Butter

2 Eidotter

1 Würfel frische Germ

300 g glattes Mehl

40 ml Milch

20 g Staubzucker

 

Für die Fülle

2 Eiklar

150 g Feinkristallzucker

150 g Walnüsse (frisch gerieben)

1 Ei zum Bestreichen

Staubzucker zum Bestreuen

 

So funktioniert´s

Germ in kalter Milch auflösen und mit dem Zucker verrühren, bis er sich aufgelöst hat.

Mehl, die in Stücke geschnittene Butter, Eidotter und das Milch-Germgemisch in der Küchenmaschine oder mit der Hand zu einem glatten Teig kneten. In Frischhaltefolie einwickeln und für ca. 30 Minuten bei Zimmertemperatur ruhen lassen. 

 

Für die Fülle, das Eiklar zu steifen Schnee schlagen. Den Zucker einrieseln lassen und weiter schlagen, bis sich der Zucker aufgelöst hat.

Den Teig halbieren und jede Hälfte auf einer bemehlten Arbeitsfläche 4 mm dick zu Rechtecken ausrollen. 

Die Teigstücke mit der Eischneemasse bestreichen und die geriebenen Walnüsse darüberstreuen. 

Den Teig von einer Seite beginnend einrollen und mit einem runden Keksausstecher Kipferl runter zwicken.

 

Backrohr auf 170°C Ober- und Unterhitze vorheizen.

In gleichmäßigem Abstand die Kipferl auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen.

Ei verquirlen und damit die Kipfer. bestreichen.

Nun die Kipferl für ca. 20 Minuten backen, auskühlen lassen und mit Staubzucker bestreuen.  

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