Wenn Genuss Karussell fährt

Die Steiermark ist wie eine Karussellfahrt.
In Sekundenschnelle wechseln unverkennbare, sanft hügelige, romantische Weinstraßen mit schroffen Bergfelsen.
Augenblicke verstreichen und man befindet sich in der pulsierenden Kunst- und Kulturszene von Graz. Vorbei an der Lipizzanerheimat, dem Wanderparadies rund um Dachstein und Hochschwab oder dem Schilcherland.
Rauf und runter geht´s weiter durch die idyllisch in allen Farben des Herbstes schimmernden Weinhänge der Süd & Weststeiermark. Sie sind das Synonym authentischer Weinkultur auf höchstem Niveau und purem Lebensgefühl.
Eine Sonderfahrt lädt ein, den Weinjuwelen und die durch den trockenen Ausbau besonders stark geprägten Charaktere herkunftstypischer Sorten näher zu kommen.

 

 

 


Unretouchiert, g´schmackig und authentisch. Einfach Steiermark.

 

Ob im Wein tatsächlich die Wahrheit liegt, gilt bei einer der von zahlreichen Weingütern angebotenen Kellerführung durch historische Weingewölbe mit anschließender Weinverkostung herauszufinden. Oder aber man lässt bei den vielfältigen Wellnessangeboten im Thermen- und Vulkanland einfach nur die Seele baumeln – so mannigfaltig, reich an Genüssen, Wahrnehmungen und Eindrücken ist das Lieblingsurlaubsland der Österreicher. Mit jeder Runde präsentieren sich neue facettenreiche Schätze. Die Freude, Ausgelassenheit und der Entdeckungsdrang scheint fast ungebremst.

Genusswandler kommen in der Steiermark voll auf ihre Kosten – in einer der typischen Buschenschänken ebenso wie in renommierten Haubenlokalen oder einem traditionellen Wirtshaus. Aufgetischt, ob auf´s Brettl oder auf den Teller, wird dort oder da regionaler Genuss – Genuss, der ehrlich ist, Geschichte schreibt und tief mit der Region verwurzelt ist. Ganz viel Regionales steckt auch im Kürbiskernöl, dem schwarzen Gold der Steirer, wofür die Steiermark so bekannt ist – selbst bis Übersee. So sehr sich in der steirischen Küche alles um den steirischen Plutzer dreht, so omnipräsent er auch ist, so vielfältig ist er in seiner Zubereitungsform. Finessen, die die geschmackliche Vielfalt im grünen Herzen Österreichs unterstreichen und jeden Trip zum wahren Hochgenuss machen.


Besonders im Herbst präsentiert sich der Kürbis von seiner schönsten Seite. Farblich ist er ein Augenschmaus, kulinarisch ein Multitalent. Daher begleitet uns der Kürbis durch die gesamte Menüführung: Kürbiscremesuppe, Gebratenes Forellenfilet mit Rote-Rübengrün auf Kürbis-Parmesan-Püree und Topfenknödel auf Kürbisröster.

 

Den Beitrag gibt´s auch in der aktuellen Herbstausgabe des ÖBB-Kundenmagazins railaxed zum Nachlesen. Oder aber auch online.


Kürbiscremesuppe mit Kürbiskerngebäck

 

Als Suppe ist der Kürbis ein steirischer Klassiker - dieses Rezept ist einfach und kulinarisch ein Gedicht.

 

Zutaten für 4 Portionen

Zubereitungszeit:  30 Minuten + 20 Minuten Backzeit

Für Hobbyköche

 

400 g Hokkaidokürbisfleisch

1 kleine Zwiebel

1-2 Knoblauchzehen

1 TL Paprikapulver edelsüß

200 ml Weißwein

0,75 l Gemüsesuppe

0,25 l Schlagobers

Salz & weißer Pfeffer aus der Mühle

Muskatnuss, eine Prise Cayenne, Butter, Olivenöl

 

Für das Kürbiskerngebäck 

1 Butterblätterteig

1 Ei

etwas Kürbiskerne

 

So funktioniert´s 

Kürbis entkernen, in ca. 1,5 cm breite Spalten schneiden und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen, mit Salz bestreuen und im vorgeheizten Rohr bei 180 °C (Ober-/Unterhitze) ca. 20 Minuten backen, bis der Kürbis weich ist.

Herausnehmen, abkühlen lassen.

Fruchtfleisch von der Schale lösen.

 

Das Besondere an dieser Zubereitungsmethode ist, dass der Kürbis durch das Backen im Backrohr einen besonders intensiven, röstigen Geschmack erhält.

 

In einem Topf etwas Olivenöl und Butter erhitzen, den in Würfel geschnittenen Zwiebel und Knoblauch anschwitzen, das Kürbisfleisch dazu fügen, leicht mit Paprika würzen und mit Weißwein ablöschen. Einkochen lassen.

 

Gemüsesuppe beigeben, mit Obers aufgießen. Suppe mit dem Stabmixer pürieren, mit Salz und weißem Pfeffer aus der Mühle, Muskat & Cayenne abschmecken.

 

Für das Kürbiskerngebäck Backrohr auf 200 °C Umluft vorheizen.

Butterblätterteig auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech ausrollen, mit verquirltem Ei bestreichen und den Teig in gleichbreite Streifen schneiden.

Eine Handvoll Kürbiskerne grob hacken und gleichmäßig darüber streuen. Im Backrohr ca. 10 Minuten goldbraun backen.


Forellenfilet mit Rote-Rübengrün auf Kürbis-Parmesan-Püree

 

Heuer habe ich das erste mal selbst Rote Rüben angebaut - im Hochbeet. Ganz fantastisch sind sie geworden. Besonders haben mich die Blätter fasziniert - so eine schöne Zeichnung, diese Schattierung. Zu schade, das Grün einfach wegzuwerfen. Also  habe ich ein wenig recherchiert und nachgelesen - das Rote-Rübengrün kann man essen - ist vergleichbar mit Spinat oder Mangoldgemüse, was auch alternativ verwendet werden kann, wenn kein Rote-Rübengrün verfügbar ist. Neben dem Kürbis-Parmesan-Püree peppt das Gemüse das Gericht wahrlich auf.

 

Übrigens: diese wunderschöne Geschirrkollektion von Churchill macht das Anrichten und Genießen noch viel schöner und genussvoller. Lust auf mehr  "Schöner Speisen" bekommen?

 

Zutaten für 4 Personen

Zubereitungszeit:  45 Minuten + 30 Minuten  Back- und Kochzeit

Für leicht Fortgeschrittene

  

Zutaten für die Forellenfilets

4 – 8 Stück Forellenfilets – je nach Größe

Meersalz und Pfeffer aus der Mühle

2 EL Olivenöl zum Braten

 

Zutaten für das Kürbis-Parmesan-Püree

500 bis 700 g Hokkaidokürbis (entkernt und in ca. 1,5 cm breite Streifen geschnitten)

2 TL Olivenöl

Meersalz aus der Mühle

25 g Butter

25 g Parmesan (frisch gerieben)

 

Zutaten für das Rote-Rübengrün

500 g Rote-Rübengrün (alternativ kann z.B. Mangold verwendet werden)

Olivenöl

1/2 Zitrone

 

So funktioniert´s

Für das Kürbis-Parmesan-Püree das Backrohr auf 180°C (Ober-/Unterhitze) vorheizen.

Den in Streifen geschnittenen Kürbis auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und mit Olivenöl und Meersalz vermengen. Ca. 20 Minuten backen, bis der Kürbis weich ist. Etwas überkühlen lassen, anschließend das Kürbisfleisch von der Schale lösen, in einen Topf geben und mit der Gabel zerdrücken.

Butter und geriebenen Parmesan untermengen.

 

Für das Forellenfilet während der Backzeit des Kürbisses die Forellenfilets vorbereiten. Dazu die Filets waschen, trocken tupfen und mit Meersalz und Pfeffer würzen.

 

Für das Rote-Rübengrün das Gemüse putzen und waschen.

Rote-Rübengrün grob schneiden und in einen Topf mit kochendem Wasser geben und kurz blanchieren, Wasser abgießen.

Etwas Olivenöl und Saft der Zitrone über das Gemüse träufeln und mit einer Küchenzange durchheben.

Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

 

Öl in einer Pfanne erhitzen und die Fischfilets mit der Hautseite zuerst einlegen. Sobald die Haut knusprig ist, Filets wenden und fertig braten. Mit dem Püree und dem Gemüse anrichten.


Topfenknödel mit Kürbis-Röster

 

 Auch in süßer Form präsentiert sich der Kürbis von seiner besten Seite – zu

Topfenknödeln eine stimmige Sache.

 

 

Zutaten für 4 Personen

Zubereitungszeit:  45 Minuten + 30 Minuten Back- und Kochzeit

Für leicht Fortgeschrittene

 

Zutaten für die Topfenknödel

30g Butter

30 g Zucker

1 Ei

160 g Magertopfen

1 TL Maizena

60 g Weißbrotbrösel

Butterbrösel zum Wälzen

 

Zutaten für den Kürbis-Röster

2 EL Honig

300 g Hokkaidokürbis (geschält und in 0,5 cm große Würfel geschnitten)

80 g Kürbis-Fruchtmark (dafür den Kürbis gleich mit dem Kürbis für die Suppe im Backrohr mitbacken und mit der Gabel zerdrücken)

4 cl Contrieu

Saft von 1 Orange

 

Staubzucker, Himbeeren und Heidelbeeren zum Garnieren

 

So funktioniert´s 

Für die Topfenknödel Butter mit Zucker & Dotter aufschlagen.

Topfen und Maizena unterrühren.

Eiklar zu Schnee schlagen und abwechselnd mit Weißbrotbröseln unter die Topfenmasse

heben.

Kleine Knödel formen.

Wasser in einem Topf zum Kochen bringen, etwas salzen und die Knödel darin 7 Minuten ziehen lassen (je nach Größe der Knödel variiert die Garzeit).

 

Für den Kürbisröster Honig karamellisieren, mit Contrieu ablöschen, Kürbiswürfel dazugeben.

Mit Fruchtmark und Orangensaft auffüllen, kurz aufkochen und etwas einkochen lassen. Der Kürbis darf ruhig noch ein wenig knackig sein. Etwas überkühlen lassen.

Für die Butterbrösel Butter in einer beschichteten Pfanne zerlassen und die Brösel darin goldbraun bei niedriger Hitze rösten.

 

Knödel in Butterbrösel wälzen, mit Staubzucker bestreuen, auf dem Röster anrichten und mit Himbeeren und Heidelbeeren garnieren.

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