Eintopf-Allerlei

Man sagt ihnen nach, dass sie erst beim Aufwärmen den perfekten Pfiff entwickeln...

 

Das kommt nicht von ungefähr.

Entwickeln doch besonders Eintöpfe und Gulaschvariationen erst beim Aufwärmen eine bestimmte Note, die sie so Besonders, so richtig würzig und g´schmackig machen.

 

Frisch gekocht ist natürlich immer am Besten. Aber oft lässt es sich nicht vermeiden, Gerichte am nächsten Tag, oder am Selben nochmals aufzuwärmen.

Und bei Eintöpfen etwa gelingt das Aufwärmen besonders gut. Ohne Qualitäts- und Geschmacksverlust. Wenn nicht sogar die erwünschte Schärfe und Würze noch mehr als am Vortag - frisch gekocht - zur Geltung kommt und somit das Gericht noch einzigartiger macht.


Chili con Carne nach argentinischer Art

 

Bei diesem Rezept hat mich Jamie Oliver inspiriert. Anfänglich war ich etwas skeptisch, als ich das Rezept von Jamie Oliver, die Zutaten und die Zubereitungsart studierte. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt, also habe ich mich über das Rezept drüber getraut. Und es hat sich wahrlich gelohnt, auch einmal etwas auszuprobieren, was einem auf ersten Anhieb doch etwas spanisch vorkommt. Ich habe dann aber einfach ein klassisches Chili mit Faschiertem und die argentinische Version gemischt.

Das Gute generell bei Chili ist, wer nicht so auf Bohnen steht, wie ich, lässt sie einfach weg.  

  

Zutaten für 4 Personen    

Zubereitungszeit:  50 Minuten + 3 1/2 Stunden Kochzeit

Für leicht Fortgeschrittene

 

500 g Rinderbrust

500 g Rinderfaschiertes

1 getrocknete Chilischote

100 ml heißer Kaffee

1 gestrichener TL gemahlener Kreuzkümmel

1/2 TL geräuchertes Paprikapulver

1 gestrichener TL getrockneter Oregano

2 Lorbeerblätter

1 rote Zwiebel, geschält und gewürfelt

2 frische Chilischoten

1 Zimtstange

5 Knoblauchzehen, geschält und in dünne Scheiben geschnitten

Meersalz und frisch geriebener Pfeffer

2 Dosen (je ca. 400 g) gehäutete Tomaten, etwas gehackt

1 EL Rohrrohrzucker

1 rote Paprika

1 gelbe Paprika

1 Dose (je 400 g) Kidneybohnen

Olivenöl

 

Petersilie zum Bestreuen

 

So funktioniert´s

Das Fleisch von Fett und Sehnen befreien, jedoch nicht wegwerfen, die abgeschnittenen Teile werden mitgekocht, aber dann nach dem Kochen entfernt.

Das Fleisch quer zur Faser in 2,5 cm dicke Stücke schneiden.

Die getrocknete Chili im heißen Kaffee einige Minuten einweichen.

In einem großen Topf Olivenöl erwärmen. Kreuzkümmel, Paprikapulver, Oregano, Lorbeerblätter und die in Würfel geschnittenen Zwiebeln hinzugeben und bei kleiner Hitze ca. 10 Minuten anschwitzen, bis die Zwiebeln weich sind.

Eine frische Chilischote von den Samen befreien und hacken. Die eingeweichte Chilischote klein schneiden. Beides gemeinsam mit der Zimtstange und den in dünne Scheiben geschnittenen Knoblauch zu den Zwiebeln geben. Rohrrohrzucker dazu geben. Eine ordentliche Prise Salz, Pfeffer und einen Schuss Kaffee unter die Zwiebelmischung mengen.

Nun das Faschierte etwas anrösten.

Den restlichen Kaffee und die gehackten Dosentomaten unterrühren.

Das Fleisch hineingeben, kräftig salzen und pfeffern. Zugedeckt etwa 3 Stunden behutsam garen und gelegentlich umrühren.  

 

Wenn das Fleisch weich ist, das Fleisch mit zwei Gabeln zerpflücken.

Roten und gelben Paprika putzen, waschen und in breite Streifen schneiden und zum Fleisch dazu geben. Ebenso die abgetropften Bohnen und weitere 30 Minuten garen. Das Fleisch zerfällt nun vollständig.

Kräftig abschmecken. Ist das Chili noch zu mild, dann einfach noch die zweite Chilischote klein schneiden und dazu geben.


Vegetarisches Erdäpfelgulasch mit Kürbis

 

Es muss nicht immer Fleisch sein - schon gar nicht beim Erdäpfelgulasch. Bei dieser vegetarischen Variante gehen einem die Würstel ganz und gar nicht ab. Die Basis eines guten Gulasch ist und bleibt allerdings ausreichend Zwiebel, das ändert sich auch bei der vegetarischen Variante nicht.

  

Zutaten für 4 Personen    

Zubereitungszeit:  20 Minuten + 30 Minuten Kochzeit

Für Hobbyköche

 

1 kg festkochende Kartoffeln

3 große Zwiebeln

1 kleiner Hokkaidokürbis

2 rote Spitzpaprika

1 l Gemüsesuppe

2 Knoblauchzehen

1 TL Rohrrohrzucker

2 EL Tomatenmark

1 TL Kümmel

1 TL Majoran

1 Lorbeerblatt

1 EL Paprikapulver edelsüß

Meersalz, Pfeffer aus der Mühle

1 Becher Sauerrahm

Sonnenblumenöl

Petersilie zum Garnieren

 

So funktioniert´s

Die Kartoffeln schälen und der Länge nach zumindest vierteln.

Paprika waschen, entkernen und in Ringe schneiden.

Kürbis teilen, entkernen und in ca. 2 cm große Stück schneiden (Schale wird beim Hokkaidokürbis nicht entfernt ).

Die Zwiebeln und den Knoblauch schälen und in kleine Würfel schneiden.

 

In einem großen Topf ca. 4 EL Öl erhitzen, Zwiebeln und Knoblauch darin leicht anrösten. Zucker dazu geben, weiter rösten, bis die Zwiebel goldbraun sind.

Paprikapulver, Tomatenmark, Kümmel und Majoran dazu geben und ca. 1 Minute weiter rösten. Dabei ständig rühren.

Kartoffeln, Kürbis und Lorbeerblatt hinzugeben und mit der Gemüsesuppe aufgießen. Ca. 30 Minuten bei geschlossenem Deckel leicht köcheln lassen. Sind die Kartoffeln

fast weich gekocht, dann erst den geschnittenen Paprika hinzufügen und fertig kochen.

 

Je nach Geschmack kann die Flüssigkeit noch mit etwas griffigem Mehl eingestaubt werden, sodass das Gulasch nicht zu flüssig ist. Mit Meersalz, frisch gemahlenen Pfeffer und Paprikapulver abschmecken.

Mit einem Löffel Sauerrahm und gehackter Petersilie anrichten. 

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