Das Gemüse mit den vielen Gesichtern

Vergangene Woche haben wir den Winter willkommen geheißen, aber sind wir uns ehrlich - wollen wir ihn tatsächlich schon?

 

Jetzt soll sich einmal der Herbst ordentlich in´s Zeug legen. Die Zeit der Kekserl, Glitzergirlanden und des Jingle bells holt uns ohnedies früh genug ein - ob wir wollen oder nicht.

 

In der Küche hat DER Herbstklassiker schon längst Einzug gefunden. Und weil er halt auch so variantenreich ist, wird´s einem nie fad mit ihm. Hat er doch unzählige Gesichter... 

 

 

.

 

 

 


Knuspriges Kürbishuhn

 

Ich bin ja wahrlich kein Fleischtiger, aber dieses Gericht  ist zum Eingraben. Die Marinade mit sizilianischem Marsala-Likörwein und einer gewissen scharfen Note in Kombination mit der Süße des Kürbisses und den knusprig gebratenen Hühnerkeulen - ein absoluter Herbsthit.  

Das Ursprungsrezept stammt von einem Kochmagazin.

 

Zutaten für 2 Portionen

Zubereitungszeit:  30 Minuten + 45 Minuten Bratzeit

Für Hobbyköche

 

1-2 EL Olivenöl

2 Hühnerkeulen mit Haut und Knochen

125 ml Hühnersuppe

125 ml Marsala (sizilianischer Likörwein)

15 ml Rotweinessig

1/2 kg Butternusskürbis

2 Kartoffeln

5 Zweige Thymian

1 ganze Knoblauchknolle

Zesten von 1/2 Bioorange

Meersalz und Pfeffer aus der Mühle

 

So funktioniert´s

Kürbis entkernen, schälen und in grobe Stücke schneiden.

Kartoffeln schälen und der Länge nach vierteln.

Backrohr auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen.

 

Hühnerkeulen salzen und pfeffern. In einer Pfanne Öl erhitzen und die Hühnerkeulen mit der Hautseite beginnend auf beiden Seiten knusprig anbraten. Herausnehmen und in eine Bratpfanne legen.

Pfanne mit Rotweinessig, Hühnersuppe und Marsala ablöschen und ca. 1 Minute kochen lassen.

Kürbisstücke und Kartoffelspalten zu den Hühnerkeulen in die Bratpfanne legen.

Knoblauchknolle halbieren und ebenfalls in die Bratpfanne legen sowie die Orangenzesten und die Thymianzweige.

Die Bratpfanne in das Backrohr geben und ca. 45 bis 50 Minuten braten. Das Huhn sollte dunkelbraun und die Marinade gut einreduziert sein. Wenn das Kürbisgemüse und die Kartoffel weich sind, herausnehmen und anrichten.


Käse-Kürbis-Kuchen mit Baiser

  

Kürbis ist so vielseitig - ob pikant, in Form einer Suppe oder als Dessert, er ist und bleibt einfach DER Herbstklassiker schlechthin. In Form dieses Käsekuchens macht der Kürbis in der heutigen Dessertvariation jedenfalls einen schlanken Fuß.

 

Zutaten für 2 Portionen

Zubereitungszeit: 30 Minuten + 100 Minuten Backzeit + Auskühlzeit

Für Hobbyköche

 

150 g Butternusskürbis

1 Ei

45 g Feinkristallzucker

1 TL Vanillezucker

1/2 EL Speisestärke

1/4 TL Lebkuchengewürz

200 g Ricotta

30 g Sauerrahm

 

Für den Kuchenboden

50 g Butterkekse

20 g Butter

 

Für die Baiser

1 Eiklar

50 g Feinkristallzucker

 

So funktioniert´s

Backrohr auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Ein Backblech mit Backpapier auslegen.

Den Butternusskürbis entkernen und in ca. 2 cm dicke Spalten schneiden (die Schale bleibt dran) und auf dem Backblech verteilen. Im Backrohr ca. 30 Minuten weich backen.

 

In der Zwischenzeit für den Kuchenboden die Butter schmelzen. Butterkekse in ein Jausensackerl füllen und mit einem Nudelholz flach drücken, so dass Bröseln entstehen. Die Keksbrösel in hitzebeständige Formen aufteilen und mit der Butter betreufeln, so dass die Brösel gut mit der Butter angesaugt sind. Etwas flach drücken.

 

Sobald der Kürbis weich ist, aus dem Rohr nehmen und überkühlen. Die Schale nun wegschneiden. Das Fruchtfleisch mit einem Pürierstab fein pürieren.

Ei mit Zucker, Vanillezucker, Speisestärke und Lebkuchengewürz mit dem Mixer glatt rühren, aber nicht schaumig schlagen.

Ricotta und Sauerrahm unter die Masse rühren.

Nun das Kürbismousse unterziehen.

Die Creme in die Formen verteilen und auf dem Gitterrost im Backrohr bei 180°C Ober-/Unterhitze ca. 30 Minuten backen. Herausnehmen und auskühlen lassen.

 

Für die Baiser Backrohr auf 100°C Umluft vorheizen.

Backblech mit Backpapier auslegen.

Das Eiklar zu festem Schnee schlagen, Zucker nach und nach einrieseln lassen und weiter schlagen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Die Masse in einen Spritzbeutel mit gelochter Tülle füllen und je nach gewünschter Größe ca. Walnussgroße Tupfen auf das Backblech spritzen.  

Im Backrohr ca. 30 bis 40 Minuten backen, bis die Hülle fest ist und sie sich vom Backpapier gut lösen lassen - die Baiser sollten eher getrocknet werden - daher die niedrige Temperatur. Die Baiser sollten auch nicht braun werden.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0